Berufsperspektiven nach dem Psychologiestudium

Psychologische Berufsfelder sind vielfältig und zukunftsorientiert. Psycholog*innen arbeiten in Kliniken, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Justizvollzugsanstalten oder auch in Verkehrsunternehmen wie der Luft- und Raumfahrt. Sie erforschen menschliches Erleben und Verhalten, beraten Menschen und Organisationen und tragen dazu bei, dass Entscheidungen in Gesundheitswesen, Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft auf evidenzbasierten psychologischen Erkenntnissen beruhen.

Gesellschaftliche Veränderungen wie der demografische Wandel, die Klimakrise, soziale Spannungen oder die fortschreitende Digitalisierung schaffen komplexe Herausforderungen, deren Bewältigung psychologische Expertise erfordert. Entsprechend ist der Bedarf an Psycholog*innen laut Bundesagentur für Arbeit und Deutscher Gesellschaft für Psychologie in vielen Tätigkeitsfeldern hoch und wird in den nächsten Jahren auch weiter wachsen.

Psychologische Berufsfelder

Die Vielzahl möglicher Tätigkeitsbereiche von Psycholog*innen abzubilden ist kaum möglich. In nahezu jedem Beruf, der mit Kommunikation, Beratung, menschlichem Verhalten und Wahrnehmen zu tun hat, können Psycholog*innen eingesetzt werden. Das lässt Absolvent*innen eine enormen Spielraum und die Möglichkeit, sich die eigene Karriere ganz nach den eigenen Interessen, Wünschen und Bedürfnissen zusammenzustellen. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einige der klassichen Berufsfelder vorstellen, für die ein Psychologiestudium qualifizieren kann.

Praxiseinblicke

Absolvent*innen der PHB arbeiten in vielen verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Einige von ihnen haben uns einen Einblick in ihren Berufsalltag gewährt. Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle an Alumni, die bereits teilgenommen haben! Ihr seid toll!

FAQ FAQ

Psycholog*innen werden in zahlreichen Branchen gesucht. Der konkrete Bedarf unterscheidet sich zwar je nach Spezialisierung und Tätigkeitsfeld. Aber ganz generell ist Psychologie eins der zukunftsträchtigsten und vielfältigsten anwendbaren Studienfächer. Das sagen nicht nur wir, sondern auch die Bundesagentur für Arbeit schätzt den aktuellen und künftigen Arbeitsmarkt für Psycholog*innen als positiv ein.

Zu dem gleichen Ergebnis kommt die Deutsche Gesellschaft für Psychologie. Psycholog*innen seien „gefragt wie nie“, heißt es hier. Entsprechend würde ein Großteil der Absolvent*innen in fachnahen Berufen arbeiten – die Arbeitslosenquote sei gleichbleibend niedrig. Obwohl die Studierendenzahlen in den letzten Jahren stark gestiegen sind, sei die Perspektive positiv, da ein Großteil der Berufstätigen über 55 Jahre alt sei.

Ob als selbstständige oder in Kliniken angestellte Psychotherapeut*innen, als Arbeits- und Organisationspsycholog*innen, Trainer*innen und Coaches, als Rechtspsycholog*innen bei der Polizei oder in Justizvollzugsanstalten oder als Schulpsycholog*innen – die Auswahl an möglichen Karrierewegen ist groß und sehr vielfältig!

Wir empfehlen das Psychologiestudium mit einem Masterabschluss zu beenden. Das ermöglicht bessere Verdienstmöglichkeiten und erhöht die Chancen im Vergleich mit der Konkurrenz anderer Bewerber*innen. Allerdings gibt es gute Gründe, direkt nach dem Bachelorstudium in den Beruf einzusteigen. Sei es, dass die familiäre oder finanzielle Situation es erfordert oder dass man erst einmal Praxiserfahrungen sammeln möchte, bevor man sich für eine Spezialisierung im Masterstudium entscheidet.

In diesen Fällen bietet ein Bachelorabschluss in Psychologie im Vergleich zu anderen Studienfächern sehr gute Einstiegschancen. Im Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie etwa können Sie sich um Stellen im Personalwesen oder im Betrieblichen Gesundheitsmanagement bewerben. Sie können sich auch als Coach oder Trainer*in selbstständig machen und je nach Interessenslage durch Weiterbildungen ein ganz individuelles Kompetenzprofil erarbeiten. Möglich ist auch ein erster Berufseinstieg im rechtspsychologischen Bereich etwa mit einer Anstellung im Strafvollzug oder in der Polizei. Weitere mögliche Tätigkeitsfelder sind die Verkehrs- und Schulpsychologie.