Seit mehreren Jahren stehen viele demokratische Gesellschaften vor Herausforderungen. Populistische und extremistische Bewegungen gewinnen an Sichtbarkeit und Bedeutung. Damit einhergehend verschärfen sich vielerorts autoritäre Einstellungen sowie die Abwertung gesellschaftlicher Gruppen und Minderheiten und entsteht eine zunehmende Toleranz gegenüber Diskriminierung bis hin zu politisch motivierter Gewalt.
Wie sehen diese Entwicklungen in Deutschland aus? Welche Folgen haben Sie für die Wissenschaft und die Ausbildung an Universitäten? Welche Folgen haben Vorurteile und Diskriminierung für die Betroffenen, für unsere gesamte Gesellschaft und unsere Institutionen? Wie können wir eine nicht mehr überwindbare Spaltung unserer Gesellschaft verhindern und Andersdenkenden begegnen? Auf diese Fragen kann die Psychologie vor dem Hintergrund jahrzehntelanger und aktueller Forschung wichtige Antworten geben.
In der öffentlichen Ringvorlesung „Reale Folgen gefühlter Wahrheiten: Konsequenzen von Vorurteilen und Diskriminierung“ beleuchtet die Psychologische Hochschule Berlin (PHB) diese Fragen. Die Veranstaltungsreihe schlägt eine Brücke von psychologischen Erkenntnissen zu Themen wie Diskriminierung und Vorurteilen über empirische Untersuchungen zu aktuellen politischen Einstellungen in der Bevölkerung bis hin zur Diskussion der Rolle und Positionierung von Wissenschaft selbst.
