Von Dating-Apps über (Amateur-)Pornografie bis zu KI-Chatbots: Sexualität wird heute mit Hilfe digitaler Medien angebahnt, gelernt und ausgelebt. Was das für das Begehren und die Fantasie bedeutet – etwa ob die Medien nur neue Wege für alte Wünsche bereitstellen oder ob sich verändert, was gewünscht wird – bleibt offen. Fraglos entstehen aber neue klinische Probleme wie „Pornografie-Sucht“ (als Form einer Störung mit zwanghaftem Sexualverhalten) oder „Deepfake-Pornografie“. Die neue Veranstaltungsreihe „Sex im Netz: Psychologische Perspektiven auf Sexualität“ widmet sich unter Leitung von Aaron Lahl in drei Teilen verschiedenen Fragen rund um digitalisierte Sexualität: Führt die allgegenwärtige Verfügbarkeit von Pornografie zu einer Zunahme von süchtigem oder zwanghaftem Sexualverhalten? Werden infolge medialer Diskurse Praktiken des rough sex wie Schlagen oder Würgen normalisiert? Lässt sich die Logik der Pornografie mit dem psychoanalytischen Konzept der Perversion aufschlüsseln?
Im ersten Teil der Reihe wird Prof. Peer Briken zu Gast an der PHB sein und sich in einem öffentlichen Vortrag mit zwanghaftem Sexualverhalten und problematischem Pornografiekonsum auseinandersetzen.

