Ausgezeichnet wurde Jonathan Buchholz für sein Poster zum Projekt „Hierarchical priors shape perceptual drift and aperiodic EEG“, in dem untersucht wird, wie das menschliche Gehirn Vorhersagen nutzt, um sich in einer unsicheren Umwelt zu orientieren und Entscheidungen zu treffen.
In einer EEG-Studie manipulierte das Forschungsteam sowohl einfache, unbewusste als auch komplexe, bewusste Vorhersagen, während Versuchspersonen Entscheidungen in unsicheren Reizsituationen trafen. Die Ergebnisse zeigen, dass Vorhersagen die Verarbeitung visueller Informationen gezielt beeinflussen und mit hemmender Hirnaktivität zusammenhängen. Darüber hinaus deuten die Befunde darauf hin, dass eine veränderte Gewichtung solcher Vorhersagen mit einer erhöhten Anfälligkeit für psychotische Wirklichkeitskonstruktionen assoziiert sein könnte.
Die Auszeichnung würdigt die hohe wissenschaftliche Relevanz des Projekts sowie seinen Beitrag zum Verständnis der neurobiologischen Grundlagen von Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und psychischer Gesundheit.
Wir gratulieren herzlich!



