Hintergrund der Proteste ist die Situation der Absolvent*innen des reformierten Masterstudiengangs Klinische Psychologie und Psychotherapie. Trotz der gesetzlichen Neuregelung der Ausbildung im Jahr 2019 fehlen bisher flächendeckende Finanzierungszusagen für die im Anschluss notwendigen Weiterbildungsstellen. Zwar markierte das Pflegekompetenzgesetz 2025 einen ersten regulatorischen Schritt, dieser reicht jedoch nicht aus, um die praktische Qualifizierung in Ambulanzen, Praxen und Kliniken abzusichern.
Herausforderungen in der praktischen Weiterbildung
Ohne eine abschließende gesetzliche Regelung zur Finanzierung droht vielen Absolvent*innen ein Stillstand in ihrer beruflichen Laufbahn. Da die Weiterbildung zur Fachpsychotherapeut*in Voraussetzung für die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ist, hat diese Lücke auch langfristige Auswirkungen auf die psychotherapeutische Versorgungssicherheit in Deutschland.
