
Zum dritten Mal haben sich Psychologiestudierende vor dem Bundestag getroffen, um für eine zeitnahe Klärung der Finanzierung der neuen psychotherapeutischen Weiterbildungen auf politischer Ebene zu demonstrieren. Organisiert wurde die Demonstration von der Psychologie Fachschaften Konferenz (PsyFaKo) und dem PtW Forum – geleitet wurde sie unter anderem von Nikolas Scholz, Studierender an der PHB und Mitglied des PtW Forums.
Zu den Zielen der Demonstration sagte Nikolas Scholz: „Wir wollten die Demonstration eigentlich zum Zeitpunkt der Anhörung des Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes im Gesundheitsausschuss des Bundestags machen. Aber wir haben vergeblich auf einen Termin gewartet – der sollte eigentlich schon Ende September stattfinden, war aber bis zum Tag unserer Demonstration noch nicht angekündigt. Dementsprechend haben wir trotzdem demonstriert, um uns Gehör zu verschaffen und erneut die Finanzierung der Weiterbildung zu fordern, die unsere berufliche Zukunft und auch die Zukunft der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland bedeutet.“ Sein Resümee der Veranstaltung war positiv: „Es haben mehr Menschen teilgenommen, als wir vor dem Hintergrund des Semesterbeginns erwartet hatten. Es kamen Studierende der Berliner Universitäten – aber auch von Universitäten außerhalb Berlins wie Potsdam oder Lübeck. Das hat uns sehr gefreut. Außerdem wird unser Anliegen zunehmend auch von den Medien aufgegriffen. Wir hoffen, dass es dadurch noch stärker in der Gesellschaft bekannt wird und den Druck auf die Politik verstärkt.“
Dr. Günter Koch, Geschäftsführer der PHB, unterstützt die Forderungen der Studierenden. „Es gibt ja in einigen Bundesländern aktuell die Bestrebung, die Weiterbildung in ambulanten Praxen durch Zuschüsse der Kassenärztlichen Vereinigung zu ermöglichen. Das ist ein Ansatz, der keine flächendeckende Lösung sein kann. Die entsprechenden Zuschüsse werden nur an Praxen vergeben, die die inhaltlichen und strukturellen Anforderungen der Weiterbildung nicht allein erfüllen können. Es braucht zusätzlich eine systematische Finanzierung institutioneller Weiterbildung über die Krankenkassen. Da die Krankenkassen sich, wie die PHB im Rahmen ihres Schiedsstellenverfahrens schmerzhaft erfahren musste, einer direkten Finanzierung bislang völlig verweigern, ist es an der Politik sie dazu gesetzlich zu verpflichten.“
Einige Tage nach der Demonstration steht der Termin für die Anhörung im Gesundheitsausschuss nun fest: sie wird am Mittwoch, den 13. November 2024 von 15 bis 16:30 Uhr stattfinden. Auf die Frage, ob es an dem Tag wieder eine Demonstration geben wird, sagt Nikolas Scholz: „Auf jeden Fall! Das ist der Tag, an dem das Gesetz noch einmal geändert werden kann. Wir werden da sein und laden alle, denen die psychotherapeutische Versorgung in Deutschland am Herzen liegt, ein, uns zu unterstützen!“

Der Verein der Freunde und Förderer engagiert sich ideell, inhaltlich und finanziell für die Entwicklung der PHB, ihrer Nachwuchswissenschaftler*innen und -psychotherapeut*innen. Wann immer Studierende der PHB besondere Aufwendungen haben, die ihrer akademisch-beruflichen Weiterentwicklung dienen, z.B. durch die Teilnahme an Kongressen, Tagungen oder Workshops können sie zur finanziellen Unterstützung einen Förderantrag an den Förderverein der PHB stellen.
Erneute Enttäuschung im Ringen um eine angemessene Finanzierung der neuen Weiterbildungen: im abschließenden Verhandlungstermin hat die von der PHB angerufene Schiedstelle am 11. September entschieden, dass die Krankenkassen die Leistungen der Weiterbildungsambulanz nur nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) vergüten muss. Der Antrag der PHB auf eine höhere Vergütung zur Deckung der Weiterbildungskosten wurde abgelehnt.
Die PHB ist kooperierende Universität in der Zentraleinrichtung Berliner Hochschulsport. Damit haben Studierende und Mitarbeitende die Möglichkeit, Kurse aus dem Sportangebot des Berliner Hochschulsports zu vergünstigten Konditionen zu nutzen. Die Anmeldungsfrist für das kommende Wintersemester startet in der Regel am 1. Oktober – die Kurse sind aber bei einigen Universitäten jetzt schon einsehbar!
Rechtspsychologie und Klinische Psychologie sind seit langem zwei wichtige und hochkarätig besetzte Schwerpunkte an der PHB. Ab dem kommenden Wintersemester haben Studierende an der PHB nun mit dem neuen Doppelmaster die Möglichkeit, beide Fachrichtungen im Masterstudium zu kombinieren und zwei staatlich anerkannte Masterabschlüsse in nur sechs Semestern Studienzeit zu erwerben.
