Studieninhalte

Modul 1 – Strukturierter Start ins Studium: Wissenschaftlich arbeiten, präsentieren und kommunizieren

Qualifikationsziele: Die Studierenden kennen und praktizieren Grundlinien wissenschaftlichen Arbeitens. Sie können kritisch und kompetent Fachliteratur suchen, verarbeiten und referieren. Sie kennen und praktizieren Regeln des wissenschaftlichen Schreibens entsprechend der psychologischen Fachkultur. Sie können wissenschaftliche Fragestellungen, Theorien, Methoden und Erkenntnisse adressengerecht präsentieren und diskutieren.

 

Modul 2 – Einführung in die Psychologie

Qualifikationsziele: Die Studierenden sind mit der Geschichte der Psychologie vertraut. Sie haben einen ausführlichen Überblick über die psychologischen Grundlagen- und Anwendungsfächer erhalten und sind in der Lage Zusammenhänge zu anderen Disziplinen zu beurteilen.

 

Modul 3 und 4 – Forschungsmethoden und Statistik

Qualifikationsziele: Die Studierenden kennen Struktur und Ablauf wissenschaftlicher Untersuchungen und sind vertraut mit verschiedenen psychologischen Erhebungsmethoden und Forschungsansätzen. Sie haben ein Bewusstsein für die Schwierigkeiten und Grenzen psychologischer Forschung. Sie kennen messtheoretische und deskriptivstatistische Grundlagen der Statistik sowie Grundlagen der Wahrscheinlichkeitstheorie und der Inferenzstatistik. Sie sind mit den wichtigsten in der psychologischen Forschung etablierten univariaten, bivariaten und multivariaten Analyseverfahren vertraut. Sie können für konkrete Problemstellungen das angemessene Verfahren auswählen und die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Geltung seiner Voraussetzungen kritisch einordnen. Sie sind in der Lage, mit Hilfe des Statistikprogramms R Datensätze einzulesen und aufzubereiten sowie die behandelten Analyseverfahren selbständig anzuwenden. Sie verfügen über Kompetenzen zur ansprechenden grafischen Aufbereitung von Daten und Ergebnissen mit R.

 

Modul 5 – Experimentelles Praktikum

Qualifikationsziele: Die Studierenden sind in der Lage, eine überprüfbare Forschungsfrage zu entwickeln und in ein experimentelles Untersuchungsdesign umzusetzen. Sie können die Daten selbstständig mit dem Statistikprogramm R auswerten und kritisch interpretieren. Sie sind in der Lage, die Ergebnisse in angemessener Form darzustellen und zu präsentieren.

 

Modul 6 – Psychologische Diagnostik

Qualifikationsziele: Die Studierenden kennen die Aufgaben, Rahmenbedingungen und testtheoretischen Grundlagen der psychologischen Diagnostik. Sie können psychologische Diagnostik als Prozess der Urteilsbildung und Entscheidungsfindung kritisch reflektieren und sind sich möglicher Verzerrungstendenzen bewusst. Sie sind in der Lage, psychometrische Testverfahren gemäß etablierter Testgütekriterien zu beurteilen und im Einzelfall anzuwenden und auszuwerten. Sie sind mit den Grundlagen der psychologischen Begutachtung und Gesprächsführung vertraut und haben erste Erfahrungen mit diesen gesammelt.

 

Modul 7 – Allgemeine Psychologie I (Wahrnehmung, Kognition und Sprache)

Qualifikationsziele: Die Studierenden erlernen Grundlagen der Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie. Sie erwerben ein Verständnis für die entsprechenden psychologischen Grundbegriffe, Konzepte, Methoden und Theorien.

 

Modul 8 – Allgemeine Psychologie II (Lernen, Motivation und Emotion)

Qualifikationsziele: Die Studierenden erhalten einen Einblick in grundlegende Theorien der Lernpsychologie sowie der Motivations- und Emotionspsychologie. Sie haben einen Überblick über aktuelle Forschungsfelder sowie zentrale Forschungsergebnisse dieser Gebiete. Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind sie in der Lage, wichtige Grundbegriffe, Methoden und Theorien zu verstehen und zu beurteilen.

 

Modul 9 – Biologische Psychologie

Qualifikationsziele: Die Studierenden erhalten Kenntnisse über Grundlagen, Methoden und Arbeitsgebiete der Biologischen Psychologie. Sie erwerben ein grundlegendes Verständnis biopsychologischer Begriffe, Methoden und Theorien und sind in der Lage, diese kritisch zu bewerten.

 

Modul 10 – Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Qualifikationsziele: Die Studierenden kennen einschlägige Persönlichkeitstheorien sowie Modelle und Forschungsbefunde zu Persönlichkeits- und Intelligenzunterschieden. Sie haben sich mit etablierten Methoden der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie auseinandergesetzt und können deren Vor- und Nachteile abwägen. Sie verfügen hinsichtlich ausgewählter Forschungsfragen und Konstrukte der Differentiellen und Persönlichkeitspsychologie über ein vertieftes Verständnis und können diesbezüglich aktuelle Fachartikel rezipieren und kritisch diskutieren.

 

Modul 11 – Entwicklungspsychologie

Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen, die psychische Entwicklung des Menschen als einen kontinuierlichen Vorgang zu begreifen und können verschiedenen Lebensaltern spezifische Entwicklungsschritte, Konflikte und Kompetenzen zuordnen. Sie lernen die Methoden kennen, mittels derer entwicklungspsychologische Theorien entwickelt und geprüft werden. In einem Vertiefungssseminar wird ein Teilbereich der Entwicklungspsychologie gesondert bearbeitet.

 

Modul 12 – Sozialpsychologie und Interkulturelle Psychologie

Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen, einen psychologischen Blick auf überindividuelle und interpersonelle Phänomene einzunehmen. Dabei erarbeiten sie sich methodische Zugänge im Bereich der quantitativen und qualitativen Methoden und der „mixed methods“. In Seminaren werden ein Bereich der Sozialpsychologie im engeren Sinn sowie ein Bereich der interkulturellen Psychologie vertiefend bearbeitet.

 

Modul 13 – Anwendungsfächer Basis

Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen, das Wissen aus den Grundlagenfächern auf Anwendungsfelder der Psychologie zu übertragen und sich auf diesem Weg Theorien und Methoden dieser zu erarbeiten. Sie lernen dabei die Bandbreite „Angewandter Psychologie“ bzw. der Berufsfelder kennen und verknüpfen dies mit dem Kennenlernen von Forschungsergebnissen.

 

Modul 14 – Anwendungsfächer Vertiefung

Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen, ihr Wissen aus den Grundlagenfächern und dem Basiswissen zu den Anwendungsfächern der Psychologie auf die Berufs- und Forschungspraxis anzuwenden.

 

Modul 15 – Praxiserfahrungen: Versuchspersonenstunden und berufsbezogenes Praktikum

Qualifikationsziele: Die Studierenden lernen die Bandbreite empirischen wissenschaftlichen Arbeitens in der Forschungspraxis kennen. Sie können sich in die Rolle von Untersuchungsteilnehmer/innen hineinversetzen. Die Studierenden lernen mindestens ein Praxisfeld näher kennen. Sie können die im Studium erworbenen Kenntnisse in der Praxis anwenden und auf das jeweilige Praxisfeld übertragen. Sie verfügen über ein vertieftes Verständnis des Theorie-Praxis-Transfers.

 

Modul 16 – Ergänzungsfach: Juristische und ethische Grundlagen psychologischer Tätigkeit und weitere Ergänzungen

Qualifikationsziele: Nach Abschluss des Moduls kennen die Studierenden die berufsrechtlichen und die in Berufsordnungen (z.B. Psychotherapie) zu Grunde liegenden ethischen Grundsätze in verschiedenen Anwendungsfeldern. Sie sind der Lage, die ethischen Implikationen von Forschungsvorhaben am Menschen in ihren Grundlagen zu erkennen und eigene Forschung daran auszurichten. Sie sind mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis vertraut. Sie haben in einem „Blick über den Tellerrand“ Nachbargebiete oder zusätzliche Teilthemen der Psychologie kennengelernt.

 

Modul 17 – Bachelorarbeit

Die Studierenden haben die Fähigkeit zu wissenschaftlicher Tätigkeit in einem Bereich der Psychologie erworben, indem sie ein eigenes wissenschaftliches Forschungsprojekt (meist eingebunden in eine PHB-interne oder externe Arbeitsgruppe) verfolgt und mit einer Bachelor-Thesis dokumentiert haben. Sie sind in der Lage, Forschungsergebnisse vor einem Fachpublikum vorzustellen und mit kritischen Rückfragen und Diskussion umzugehen.