Prof. Dr. Timo Storck

Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie (Schwerpunkt Tiefenpsychologie)

 

 

Kontakt:

t.storck@psychologische-hochschule.de
Tel.: 030/ 20 91 66 – 242

Raum 4.19
 

Curriculum Vitae

Ausführliche Publikationsliste

 

 

 

 

 

 

auch: Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Medizinischen Universität Wien, Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie

 

 

Forschungsschwerpunkte:

Psychosomatische Krankheitslehre und Leiblichkeit in psychotherapeutischen Prozessen

  • Theorie und Behandlungstechnik im Zusammenhang psychosomatischer Erkrankungen
  • Leiblichkeit als Brückenkonzept zwischen Psychoanalyse und (phänomenologischer) Philosophie
  • Die Rolle des Körpers in der Psychotherapie

 

Konzepte und Praxis (teil-) stationärer Psychotherapie

  • Milieutherapie/Soziale Therapie
  • Dynamik und Verstehensprozesse in Fallbesprechungen

 

Hermeneutik und Verstehen in Psychotherapie und Philosophie

  • Psychoanalyse als negative Hermeneutik, Bedeutung von Nicht-, Miss- und Andersverstehen in psychotherapeutischen Prozessen

 

Psychoanalytische Konzeptforschung und Methodologie

  • Agieren und Enactment
  • Psychoanalytische „Schulen“

 

Kunst- und Kulturpsychologie

  • Psychoanalyse künstlerischer Arbeitsprozesse und ästhetischer Erfahrung
  • Methodologie der psychoanalytischen Kunst- und Kulturinterpretation
  • Werkinterpretationen in bildender Kunst, Film, Fernsehen

 

 

Ausgewählte Publikationen:

Storck, T. (2010). Spiel am Werk. Eine psychoanalytisch-begriffskritische Untersuchung künstlerischer Arbeitsprozesse. Göttingen: Vandenhoek & Ruprecht Unipress.

 

Storck, T. (2012; Hg.). Zur Negation der psychoanalytischen Hermeneutik. Gießen: Psychosozial.

 

Storck, T. (2013). Doing transference. Agieren als Verhandeln der Übertragungsbeziehung. Jb Psychoanal, 66, 81-120.

 

Storck, T. (2014). Hören mit dem anderen Ohr. Psychoanalyse als negative Hermeneutik. In: Lang, H.; Dybel, P. & Pagel, G. (Hg.): Grenzen der Interpretation in Hermeneutik und Psychoanalyse. Würzburg: Königshausen und Neumann, S. 73-93.

 

Storck, T. (2015; im Druck). Psychoanalytic and psychodynamic therapies. In: Miller, H. (Hg.). Encyclopedia of theory in psychology. London u.a.: Sage.

 

Storck, T. (2015; im Druck). Why drive? Reflections on “Never let me go”. Int J Psychoanal.

 

 

 

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„Ich habe aus Neugier Psychologie studiert und bin aus Neugier Forscher und Psychotherapeut geworden. Neugierig zu sein verknüpft dabei eine emotionale Haltung mit forscherischem Interesse an der Welt. Ich halte eine solche Ausgangslage für ideal, um sich beruflich mit Menschen zu beschäftigen, denn sie kann zu einer Menge intellektueller und persönlicher Bereicherungen führen und liefert die Grundlage für Professionalität, einschließlich des Vermögens, sich in Andere einfühlen zu können. Nicht zuletzt ist es auf diese Weise möglich, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen und diese auch Anderen zu ermöglichen.

 

Für mich ist es außerdem wichtig gewesen (und das ist es noch heute), sowohl praktisch-klinisch als auch in der Forschung und Lehre zu arbeiten. Ich erlebe beides als einander ergänzend und weiterführend, denn es ermöglicht ein anwendungsnahes Forschen und ein therapeutisches Arbeiten, das von forscherischem Denken begleitet ist. Gerade in meinen konzeptbezogenen Forschungsarbeiten bin ich auf die direkte Erfahrung der klinischen Praxis insofern angewiesen, als das die Möglichkeit bietet, „theoretisches“ Denken nicht vom psychotherapeutischen Kontakt abzulösen, auf den es sich beziehen sollte; und in der umgekehrten Richtung ist klinische Praxis ohne konzeptuelle Reflexion um eine wichtige Komponente verkürzt.

 

Als Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Tiefenpsychologie möchte ich Studierenden vermitteln, wie die eigene Neugier einen dazu führen kann, fundiertes theoretisches Wissen und anwendungsbezogene Kompetenzen zu erwerben und so eine persönliche Haltung und Identität als Psychologe oder Psychologin zu entwickeln, die es z.B. in klinischen Kontexten ermöglicht, zu einem empathischen Verstehen zu gelangen. Zu den anwendungsbezogenen Kompetenzen gehört für mich auch im Bereich der Klinischen Psychologie ferner der Einbezug kultureller, gesellschaftlicher oder sozialpsychologischer Fragen, ebenso wie eine die „expliziten“ Theorien und Behandlungsmethoden ergänzende „implizite“ Theorie davon, wie jemand arbeitet.

 

Um das so machen zu können, bedarf es einer genügenden Offenheit auch hinsichtlich psychotherapeutischer „Schulen“ und Behandlungsverfahren. Ein integrativer Ansatz in der Klinischen Psychologie, wie die PHB ihn konzeptuell vertritt und praktisch umsetzt, und die im scientist-practitioner-Ansatz (der ja nicht nur die Lehrenden, sondern auch die Studierenden betrifft!) enthaltende Verbindung von Forschung und Praxis sind gute Voraussetzungen dafür, die eigene Neugier zu kultivieren.“