Prof. Dr. Martin Stellpflug

Professur für Gesundheitsrecht und Ethik

 

Kontakt:

m.stellpflug@psychologische-hochschule.de
Tel.: 030/ 20 91 66 – 210

Raum 3.28
 

Curriculum Vitae

 

 

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte:

  • Gesundheitsrecht und Ethik
  • Psychotherapeutenrecht
  • Schweigepflicht
  • Einwilligung und Aufklärung
  • Bedeutung und Implikationen von Menschenwürde
  • Patientenautonomie im Behandlungskontext

 

 

 

Ausgewählte Publikationen:

Musterberufsordnung für die Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
Text und Kommentierung, 3., neu bearbeitete und erweiterte Auflage,
(zusammen mit I. Berns), Psychotherapeutenverlag, Heidelberg 2015

 

Psychotherapeutenrecht
Berufs- und vertragsarztrechtliche Fragen
2., neu bearbeitete Auflage, Psychotherapeutenverlag, Heidelberg 2013


Weiterentwicklung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Versorgung psychisch kranker Menschen in Deutschland
(zusammen mit Dr. Bert – Sebastian Dörfer)
in: Tophoven/Wessels (Hrsg.), Neue Versorgungskonzepte zur Behandlung psychischer Erkrankungen, Psychotherapeutenverlag, Heidelberg 2012

 

Behandlungsverträge in der Psychotherapie: Wirtschaftliche Informationspflicht
(zusammen mit E.-L. Brakemeier und F. Jacobi) Deutsches Ärzteblatt PP 2014; 12(10): 452 – 454

 

Rechtliche Rahmenbedingungen von Internetpsychotherapie
Psychotherapie Aktuell, 6. Jahrgang, Heft 2.2014, S. 12 – 14

 

ausführliche Publikationsliste

 

 

 

 

 

Stellpflug_Herbsttagung AG Medizinrecht
14. Herbsttagung – AG Medizinrecht

„Während meines Studiums der Rechtswissenschaften habe ich mich schon früh für das Gesundheitsrecht interessiert, weil es hier um Rechtsprobleme geht, die häufig den Menschen ganz individuell und gar existentiell betreffen. Gleichzeitig sind diese Rechtsprobleme eingebettet in die gesellschaftspolitischen und ökonomischen Zwänge eines Gesundheitssystems mit dem Anspruch, (Patienten)Autonomie zu stärken, (Allokations)Gerechtigkeit anzustreben, Gutes zu tun und Schlechtes zu verhindern. Seit fast 20 Jahre bin ich anwaltlich tätig und vertrete seither ausschließlich die Interessen der sogenannten „Leistungserbringer“ im Gesundheitswesen, vor allem der Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten.

 

Die Professur gibt mir die Möglichkeit, Gedanken aus der praktischen Rechtsanwendung wissenschaftlich zu fundieren und weiterzuentwickeln. Es macht Spaß, darüber im Rahmen von Lehrtätigkeit zu diskutieren und zu berichten. Darüber hinaus begegnet mir, als Anwalt und Justiziar, in Fragen des Berufsrechts der Psychotherapeuten häufig noch immer sehr viel Unwissenheit oder Unsicherheit in der Profession. Meine Lehrtätigkeit dient auch dazu, daran schon im Rahmen der universitären Ausbildung etwas zu ändern. Die Einrichtung einer Professur für Gesundheitsrecht und Ethik an der PHB zeigt, dass die Vermittlung von berufsrelevanten Kompetenzen hier nicht nur Anspruch ist, sondern tatsächlich gelebt wird: Die berufliche Tätigkeit von Psychologen (auch bereits in der Forschung!) erfolgt eingebettet in ein sehr komplexes System rechtlicher Vorschriften und Rahmenbedingungen. Es ist mein Anspruch und meine Erwartung, dass die Ausbildungs- und Studienteilnehmer der PHB in besonderer Weise erfahren, wie das Recht ihr Handeln leitet, leiten kann und leiten soll. Dabei wünsche ich mir – wie jeder Hochschullehrer – perspektivisch, dass die Studierenden über diese Kenntnisse hinaus auch in meinem Fachgebiet Problembewusstsein entwickeln und in die Lage versetzt werden, selbstständig Antworten auf neue Fragen zu finden.“