Prof. Dr. Frank Jacobi

Professur für Klinische Psychologie und Psychotherapie (Schwerpunkt Verhaltenstherapie)

 

Portrait_Jacobi

 

Kontakt:

 

f.jacobi@psychologische-hochschule.de

Tel.: +49 30/ 20 91 66-220

Raum 3.09

 

Curriculum Vitae

 

 

 

 

 

Forschungsschwerpunkte:

  • Psychische Störungen und deren Definition und Beschreibung (Diagnostik), Ätiologie und Pathogenese (Entstehung und Verlauf)
  • Epidemiologie psychischer Störungen (Verbreitung in der Bevölkerung sowie Suche nach Risiko- und Schutzfaktoren)
  • Betrachtung der Krankheitslast, die mit psychischen Störungen einhergeht – auch im Vergleich mit körperlichen Erkrankungen
  • Versorgungsforschung (z.b. Inanspruchnahme- und Hilfesuchverhalten im Verhältnis zur Angebotsstruktur)
  • Psychotherapieforschung (insbes. Evaluation und Qualitätssicherung, Kosten-Effektivitäts-und Kosten-Nutzen-Analysen von Psychotherapie)
  • Klinisch-Psychologische Forschungsmethoden

 

 

 

Ausgewählte Publikationen

Jacobi, F., Höfler, M. Siegert, J., Mack, S., Gerschler, A., Scholl, L., Busch, M., Hapke, U., Maske, U., Gaebel, W., Maier, W., Wagner, M., Zielasek, J, Wittchen, H.U. (2014). Psychische Störungen in der Allgemeinbevölkerung: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland und ihr Zusatzmodul „Psychische Gesundheit“ (DEGS1-MH). Der Nervenarzt, 85, 77-87.

 

Jacobi, F., Mack, S., Gerschler, A., Scholl, L., Höfler, M., Siegert, J., Bürkner, A., Preiss, S., Spitzer, K., Busch, M., Hapke, U., Gaebel, W., Maier, W., Wagner, M., Zielasek, J., Wittchen, H.-U. (2013). The design and methods of the mental health module in the German Health Interview and Examination Survey for Adults (DEGS1-MH). International Journal of Methods in Psychiatric Research, 22(2), 83-99.

 

Jacobi, F., Uhmann, S. & Hoyer, J. (2011). Wie häufig ist therapeutischer Misserfolg in der ambulanten Psychotherapie? Ergebnisse aus einer verhaltenstherapeutischen Hochschulambulanz. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie, 40 (4), 246–256.

 

Jacobi, F. (2012). Der Hype um die kranke Seele. Gesundheit und Gesellschaft (5/12), S. 22-27.

 

Jacobi, F. (2011). Entwicklung und Beurteilung therapeutischer Interventionen. In: H.-U. Wittchen & J. Hoyer (Hrsg.), Klinische Psychologie und Psychotherapie (2., überarbeitete und erweiterte Auflage), S. 609-640. Berlin: Springer.

 

Wittchen, H.-U.*, Jacobi, F.*, Rehm, J., Gustavsson, A., Svensson, M., Jönsson, B., Olesen J., Allgulander, C., Alonso, J., Faravelli, C., Fratiglioni, L., Jennum, P, Lieb, R, Maercker, A., van Os, J., Preisig, M., Salvador-Carulla, L., Simon, R., Steinhausen, H.-C. (2011). The size and burden of mental disorders and other disorders of the brain in Europe 2010. European Neuropsychopharmacology, 21, 655-679. [*: equally shared first authorship]

 

vollständige Publikationsliste

 

 

 

 

jacobi
OPT 2014

„Ich komme aus einer „Psychologen-Familie“ (Vater Medizinpsychologe an der Universität, Mutter niedergelassene Psychotherapeutin) – und dadurch wurde bei mir sicherlich immer schon eine psychologische Sicht auf die Welt gefördert. Andererseits hatte ich nach dem Abitur durchaus gewisse Widerstände, so einfach in die Fußstapfen meiner Eltern zu treten, zumal ich bei denen beobachten konnte, wie sie häufig über eine Benachteiligung der Psychologen gegenüber den Medizinern klagten (damals gab es noch lange kein Psychotherapeutengesetz). Den Ausschlag gaben dann zum einen die Arbeit in einem Wohnheim für Geistigbehinderte während meines Zivildienstes, in der an vielen Stellen psychologische Kompetenz gefragt war, sowie die anschließende konkrete Auseinandersetzung mit den Studieninhalten, die mir doch deutlich näher lagen als Alternativen wie etwa Medizin oder auch ganz andere berufliche Wege, die mir hätten gefallen können.

 

Ich hatte immer schon Freude daran, neben Studium/Forschung und Therapie auch in der Lehre tätig zu sein – für Studierende, Psychotherapeuten und letztlich auch für andere Gruppen oder die Öffentlichkeit, wenn man einen Teil meiner Vortragstätigkeit und gewisse „Transferleistungen“ hinzurechnet. Das schließt übrigens das Erstellen von entsprechenden (Lehrbuch-) Texten und medialen Beiträgen ein. Einfach entscheiden für eine Professur kann man sich allerdings nicht – es gibt hier einen starken Wettbewerb, und für mich war es eine große Ehre, als ich berufen wurde.

 

Für mich gab es nun an der PHB die Gelegenheit, für interessierte Psychologinnen und Psychologen, die ihre Psychotherapieausbildung mit einem zusätzlichen wissenschaftlichen Schwerpunkt verbinden wollen, einen entsprechenden ganz neuen Studiengang mit zu entwickeln. Damit wollen wir die wissenschaftlich fundierte Psychotherapie stärken – und zwar auch jenseits der „klassischen“ Kombination aus Promotionsstelle und Therapieausbildung, denn diese Variante ist aus unserer Sicht zu wenigen vorbehalten und auch nicht für alle wissenschaftlich interessierten Psychotherapeuten passend. Außerdem finde ich es (auch als Verhaltenstherapeut) angemessen, die Möglichkeit zu bieten, auch psychodynamische Psychotherapieverfahren zu erlernen und zu beforschen – auch hier füllt die PHB eine Lücke.“