Prof. Dr. Antje Gumz

Professur für Psychosomatik und Psychotherapie – Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

 

Gumz A Porträt_klein

 

Kontakt:

a.gumz@psychologische-hochschule.de

Tel.: 030/ 20 91 66-282

Raum 3.03

 

Curriculum Vitae

Publikationsliste

 

 

 

 

Forschungsschwerpunkte:

  • Psychotherapieforschung
  • Psychodynamische Basiskonzepte und Interventionstechniken
  • Wirkfaktoren in der Psychotherapie
  • Krisen in der therapeutischen Beziehung
  • Veränderung relevanter Parameter im Therapieverlauf
  • Wirksamkeit von Selbsterfahrung und Supervision
  • Prävention, Behandlungsinitiierung und Therapieverlauf von Anorexia und Bulimia nervosa
  • Psychische Belastungen und psychogene Arbeitsstörungen

 

 

 

Gumz_Antrittsvorlesung

„Ich habe mich sehr früh für Psychologie und Psychoanalyse interessiert. Ich habe zu einem kognitionspsychologischen Thema promoviert und bin dann Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, und später Psychoanalytikerin und systemische Therapeutin geworden. Ich hatte stets einen Drang, die Hintergründe menschlichen Verhaltens und Erlebens verstehen zu wollen, habe auch ein Jahr Philosophie studiert. Die grundlegenden Annahmen der Tiefenpsychologie faszinieren mich. Mich begeistert an der Psychotherapie die Arbeit mit dem Unbewussten, die geistige Auseinandersetzung und letztlich die intensive Begegnung, die, wenn es gut läuft, emotional und intellektuell sehr befriedigend sein kann.

 

Ich arbeite sehr gern als psychodynamische Psychotherapeutin und bin dankbar dafür, beruflich wissenschaftlich arbeiten zu können. Zu Beginn meiner Ausbildung fühlte ich mich von der Fülle an Theorien, Schulen und Methoden etwas überwältigt. Ich habe viele unterschiedliche klinische Weiterbildungen absolviert mit dem Wunsch nach Orientierung, und um zu des Pudels Kern zu gelangen, den gemeinsamen Nenner zu begreifen. Ich glaubte damals noch, dass sich das definitorische Chaos mit meinen zunehmenden Kenntnissen lichten würde. Vieles erschien mir nicht stringent, unstimmig, widersprüchlich. Meine Forschungen zu psychodynamischen Basiskonzepten und Interventionstechniken und zu Veränderungen im Therapieverlauf sind hieraus entstanden.

 

Eine Professur gibt mir die Möglichkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, mich mit anderen gemeinsam für Fragestellungen zu begeistern und erworbenes Wissen weiterzugeben. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis an der PHB bietet eine optimale Möglichkeit, meine klinischen und wissenschaftlichen Interessen zu verbinden. Ich wünsche mir Studierende, die Freude an der praktischen Arbeit haben, die sich für psychodynamisches Denken begeistern und dafür, ihre eigene Person intensiv einzubringen und über Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse zu reflektieren. Ich hoffe, dass weiter viele Studierende Spaß daran haben, sich auch theoretisch wissenschaftlich auseinanderzusetzen.“