Forschung an der Psychologischen Hochschule Berlin

Die Psychologische Hochschule Berlin ist eine Universität mit gleichgewichtigen Aufgaben in Forschung und Lehre. Sie hat den Anspruch, mit ihrer Ausbildung auf eine wissenschaftlich fundierte und an wissenschaftlichem Fortschritt orientierte Berufspraxis vorzubereiten und den Transfer ihrer Forschungsresultate in die berufliche Praxis und die gesellschaftliche Realität zu leisten.

 

Die PHB bietet universitäre Rahmenbedingungen, d.h., alle Professorinnen und Professoren sind habilitiert oder haben habilitationsäquivalente Leistungen nachgewiesen; ihre Lehrverpflichtung entspricht dem üblichen universitären Lehrdeputat, was den Forschungsanspruch der PHB unterstreicht.

 

Auf Grundlage der derzeitigen Ausrichtung der PHB konzentriert sich Forschung im Hinblick auf die Verbesserung der psychologischen beruflichen Praxis vor allem auf den Bereich der Psychotherapie und der forensisch-psychologischen Begutachtung. Die personelle Besetzung erlaubt insbesondere auch Untersuchungen von schulenübergreifenden psychotherapeutischen Herangehensweisen.

 

Beispiele für Forschungsfragestellungen, die sich weniger auf unmittelbare psychologische Tätigkeit, sondern im weiteren Sinne auf gesellschaftpolitische Fragestellungen beziehen, sind Gewaltprävention, Prävention von arbeitsplatzbedingten psychischen Beeinträchtigungen oder die Effekte von Strafverfahren auf das Befinden minderjähriger Geschädigter.

 

Im Sinne der Ausbildung von Scientist Practioners ist der PHB insbesondere in den postgradualen Studiengängen die Einbindung von Studierenden in laufende Forschungsaktivitäten ein großes Anliegen.

 

Forschungsaktivitäten an der PHB lassen sich den folgenden Bereichen zuordnen:

 

  1. Psychotherapieforschung (Psychotherapeutische Konzepte und Wirkfaktoren, Implementierung und Evaluation von Psychotherapien und weitere Gebiete)
  2. Diagnostik, Psychopathologie, Ätio- und Pathogenese spezifischer psychischer Störungen
  3. Versorgungsforschung und Epidemiologie psychischer Störungen
  4. Prävention und Intervention im gesellschaftlichen Kontext (Gewaltprävention und Konfliktbewältigung, verkehrspsychologische Diagnostik und Intervention, Frühintervention bei Stresserleben am Arbeitsplatz)
  5. Rechtspsychologie (Merkmalsorientierte Inhaltsanalyse, Aussageverhalten von Beschuldigten, Effekte von Strafverfahren auf das Befinden minderjähriger Geschädigter)

 

 

Nähere Informationen und Publikationen finden sich aktuell aber bereits auf den Profilseiten der Professuren